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End-to-End-Diagnose an vernetzen Fahrzeugen

Veröffentlichung ATZelektronik 02/2014

München, 10.04. 2014

In der Welt der vernetzten Fahrzeuge wird die Vernetzung vom Kunden als Teil der Fahrzeugfunktion wahrgenommen werden, vernetzungsbedingte Probleme demzufolge als Probleme des Fahrzeugs und damit der Werkstatt. Es wird daher für alle Beteiligten — Fahrer, Werkstatt und Fahrzeughersteller — eminent wichtig werden, frühzeitig zu erkennen, ob der Ausfall einer vernetzungsgestützten Funktion tatsächlich auf ein Fahrzeugproblem zurückzuführen ist oder auf einen fahrzeugunabhängigen Ausfall der C2IT-Strecke. C2IT steht dabei für „Car-to-Infrastructure“. Ein Konzeptvorschlag kommt von ESG und ServiceXpert.  

Definition

Mit „End-2-End-Diagnose“ ist die Fähigkeit gemeint, Probleme zwischen dem einen Ende einer C2IT-Strecke im Fahrzeug (dem Smartphone des Fahrers und einem telekommunikationsfähigen Steuergerät) und dem anderen Ende in der Server-Landschaft (dem „hintersten“ Service- und Content-Provider) identifizieren zu können.

Anwendungsfälle für End-to-End-Diagnose

Anwendungsfälle für End-to-end-Diagnose unterscheiden sich darin, von welchem Akteur oder in welcher Situation die Initiative zur Diagnose ausgeht:

• Der Fahrer nimmt eine Störung einer (C2IT)-Funktion wahr: Er benötigt on-board im Fahrzeug verfügbare Diagnosefunktionen, die ihn auf die Ursache der Störung hinweisen. Insbesondere wichtig dabei sind Hinweise auf Probleme, die er selbst an seinem Smartphone beheben könnte („Zugang gesperrt“), oder die definitiv außerhalb des Fahrzeugs liegen („Server down“).

• Werkstatt oder Pannennotruf werden aufgefordert, eine Störung einer C2IT-Funktion zu beheben: Aus dem Fahrzeug werden präzise Angaben zu Zeitpunkt und Randbedingungen des Ausfalls benötigt, um die Störung zu klassifizieren. Die Funktionalität dazu sollte im Diagnosetester bereitgestellt werden. Betriebsdatenanzeige, Testabläufe und geführte Fehlersuche müssen C2IT-Funktionen und deren mögliche Störungen berücksichtigen.

• OEM-Qualitätssicherung, Service-Provider oder Manager von Fahrzeugflotten müssen untersuchen können, ob die C2IT-Strecke für eine bestimmte Konfiguration aus Fahrzeugtyp, Smartphone-Typ und Dienstprovider beeinträchtigt ist. Sie benötigen dazu Protokolle der beteiligten Server-Systeme und eine repräsentative Menge von Aufzeichnungen aus betroffenen Fahrzeugen.

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Den vollständigen Artikel der ServiceXpert finden Sie in der ATZelektronik, Ausgabe 02, April 2014, 9. Jahrgang

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